Wer weiß, was Monsignore Aurelio Bacciarini vom Himmel denken wird, wenn sein „Giornale del Popolo“, noch heute die einzige katholische Zeitung der ganzen Schweiz, sein Erscheinen einstellt. Und auch Giuseppe Lepori, Aurelio Gabelli und Alfredo Leber, die jungen Menschen Anfang Zwanzig, denen der Bischof am 21. Dezember 1926 die Anfänge der Zeitung anvertraut hatte, werden sein Bedauern teilen. Vor allem Leber, der das Unternehmen fünfzig Jahre lang leitete, seine Druckmaschinen modernisierte und sie durch die Eröffnung von Regionalbüros näher an die Realität der Menschen heranführte.
Ein Jahr nach seiner Wahl zum Verwaltungsbischof von Lugano und aufmerksam auf die Zeichen seiner Zeit gründete Monsignore Aurelio Bacciarini am 3. September 1918 in Locarno im Kloster der Augustinerinnen die Liga der katholischen Lehrer, Sektion Tessin. Keine politischen Bezüge, sondern ein einziges, völlig spirituelles und katholisches Ziel für die Evangelisierung der Tessiner Kindheit. Über 100 Lehrer aus der Diözese schlossen sich sofort dem Verein an und arbeiteten hauptsächlich in der Grundschule, verstreut in den Städten und Dörfern des damals noch ländlichen Tessins.
Das „Garantiezeichen“ für die Ehrung einer Heiligkeit wird mit einem akribischen Weg erstellt, ähnlich einer Partitur, in der viele aufeinander folgende Noten eine Symphonie bilden. Auf dieser Reise hat Professor Giorgio La Pira die Stufe der Ehrwürdigkeit erreicht. Nach den vielen „Prozessen“ auf Diözesanebene und dann in der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse vieler erfahrener Theologen, Juristen, Bischöfe und Kardinäle unterzeichnete Papst Franziskus das Ehrwürdigkeitsdekret von Giorgio La Pira.