Die Buße der Fastenzeit darf nicht nur innerlich und individuell sein, sondern muss auch eine äußere und soziale Dimension annehmen, erklärt die Sacrosanctum concilium, die Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils, die der Liturgie gewidmet ist.
In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der depressiven Störungen bei Menschen, die vom Caritas-Netzwerk unterstützt werden, um 154 % gestiegen. Diese psychische Belastung ist in 80 % der Fälle eng mit materieller, relationaler und sozialer Armut verknüpft. Zudem bestehen erhebliche regionale Ungleichheiten beim Zugang zu psychiatrischen Diensten, die durch die Unterfinanzierung und Schwächung lokaler Gesundheitseinrichtungen noch verschärft werden. Dies sind einige der Ergebnisse, die heute bei der Präsentation des Berichts „Armut und psychische Gesundheit: Ein Teufelskreis und verweigerte Rechte“ vorgestellt wurden. Der Bericht wurde von Caritas Italiana in Zusammenarbeit mit der Franco-Basaglia-Konferenz für psychische Gesundheit weltweit herausgegeben und im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion im TH Roma – Carpegna Palace Hotel anlässlich des Welttags der Kranken erörtert.
Die Präsidenten der Bischofskonferenzen von Italien, Frankreich, Deutschland und Polen haben ein gemeinsames Dokument unterzeichnet, das an das Erbe der Gründerväter und die christliche Berufung des Kontinents erinnert. In einer Welt, die „von Krieg und Gewalt zerrissen“ ist, rufen die Bischöfe die Gläubigen dazu auf, sich für ein Europa der Solidarität, Offenheit und des Dialogs einzusetzen. Im Zentrum des Dokuments steht die Aufforderung Papst Leos XIV., „Pilger der Hoffnung“ zu sein.