DiDer Vater wollte, dass sein Sohn, der Erlöser der Welt, von Maria und Josef willkommen geheißen und anerkannt werde und mit ihnen die Heilige Familie bilde.
Man ist voller Staunen angesichts dieser Tatsache! Er, der von allen Menschen mit Furcht erkannt werden wird („Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, die ihn durchbohrt haben; und alle Völker der Erde werden um ihn trauern“, Offb 1,7), wurde zu Beginn seines Erscheinens nur von zwei Menschen, Maria und Josef, zärtlich erkannt. Am Sonntag nach Weihnachten lädt die Kirche die Gläubigen ein, dieses heilige Ehepaar zu verehren, dem das Heil der Welt anvertraut wurde. Die Kirche möchte, dass die Gläubigen von ihnen lernen, mit Jesus zu leben, ihn zu lieben und ihm zu dienen, sich in seiner Gegenwart zu freuen und zu trauern, wenn er nicht da war („Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Sorge erwartet“, Lk 2,48). Die Kirche möchte, dass christliche Familien auf die Heilige Familie blicken, weil sie allein den Sohn, der Gott ist, in den Mittelpunkt stellt. So finden auch christliche Familien ihren Mittelpunkt in ihm.
Don Guanella empfiehlt, auf die Heilige Familie und den heiligen Josef zu vertrauen.
Lasst uns voller Zuversicht zum glorreichen heiligen Josef kehren, ihm unsere geistlichen und weltlichen Nöte darbringen und nicht einen Augenblick fürchten, dass er seinen Schutz nur zögerlich ausüben wird. Sollten wir ihn, den großen Heiligen, dem Jesus und Maria gehorchten, der ihnen das tägliche Brot gab, vergeblich anrufen? Nein; nicht ohne ein tiefes Geheimnis der Barmherzigkeit tritt die Gestalt des glorreichen Patriarchen heute so stark hervor und erstrahlt in neuem Licht als Haupt christlicher Familien, als Haupt frommer Institute. […] Lasst uns unser volles Vertrauen in die Heilige Familie setzen, die uns der Heilige Vater als Vorbild vor Augen geführt hat, um Trost zu finden. Und wenn wir, von Not oder Trauer überwältigt, das Bedürfnis nach einer kraftvollen Stimme verspüren, die für uns vor den Unbefleckten Herzen Jesu und Mariens Fürsprache einlegt, lasst uns vertrauensvoll zu Josef kehren, und er, der so oft die Demütigungen der Armut erfahren hat, wird sich als unser mächtiger Fürsprecher und Vater bemerkbar machen.
Göttliche Vorsehung, März 1900, in Schriften, V, S. 283